Das Ende der Wahrheit. 1996 – 2016.

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»Es war Notwehr«: Münchner Amokläufer beteuert Unschuld

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Felix Schwimmer bleibt bei seiner Theorie und belastet Berthold Spiegel des mehrfachen Mordes. Spurensuche: Aschenreste geben Rätsel auf. Und: »Brisante Erkenntnisse« vorerst unter Verschluss.

Carl B. Cedern

München/Hamburg – Felix Schwimmer schreit. Schreit und beschwört seine Unschuld. Er sei »völlig unschuldig.« Und er habe seine Frau geliebt. Den Tathergang beschreibt er mit fiebrigen Worten. Rasend schnell. Dabei soll sich Schwimmer mit Mark Markiewitz, einem 40-jährigen Anlageberater aus Dresden, in das Haus zurückgezogen haben. Seine Frau, sein Sohn und die beiden Spiegel-Brüder seien draußen im Garten geblieben. Kurz darauf, so Schwimmers Schilderungen, soll Berthold Spiegel die Waffe gegen seinen eigenen Bruder und Schwimmers Familie gerichtet haben. Details kenne Schwimmer nicht, da er »mit dem Rücken zum Garten« gestanden habe. Lediglich Markiewitz könne die Vorgänge im Garten bemerkt haben, so Schwimmer weiter. Danach habe Berthold Spiegel auf Markiewitz geschossen. »Es war reines Glück, dass ich noch am Leben bin«, versicherte Schwimmer gegenüber der Polizei. »Ich warf mich auf den Boden, instinktiv, alles ging so schnell.«

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Das Leben in der eigenen Welt

in Gesellschaft/International by

Der Schwager von Felix Schwimmer packt aus. Sein Schachspiel habe ihn in den Wahnsinn getrieben.

Gloria Mattinger

München – »Das Schwein muss weg!«, sagte Heinrich Matt, der 35-jährige Bankangestellte anlässlich einer Pressekonferenz in München. Das Verhältnis von Schwimmer zu seiner Frau hätte seit Langem im Argen gelegen, versicherte Matt. Seinen Einschätzungen nach war das Motiv Eifersucht. Das Blutbad sei dafür Beweis genug.

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»Ich bin unschuldig!« Die verzweifelten Worte eines Killers

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Führt mögliches Doppelleben des ermordeten Brüderpaares die Ermittler in die Sackgasse?

Victoria Preitscheid

München – Felix Schwimmer, der vermeintliche Amokläufer aus Bayern, betont seine Unschuld. Über den genauen Tathergang kann er aber wenig erzählen. Demnach soll eines der Opfer, Berthold Spiegel, die Familie von Felix Schwimmer ermordet haben. Stutzig macht die Polizei indes, warum Spiegel seinen Zwillingsbruder, Arnold Spiegel, – beide arbeiteten als Vertreter bei einer Versicherung – hätte ermorden sollen. Ein Motiv hiefür gäbe es nicht, versicherte Andreas Karbasing gegenüber der Presse. Die Ergebnisse der Spurensicherung würden lediglich auf einen Täter hindeuten: Felix Schwimmer.

Versicherungsbetrug als Motiv?

Der Leiter des Bundeskriminalamtes, Oberst Mürten, versucht trotzdem, an Schwimmers Behauptungen festzuhalten. Unterstützt wird Mürten dabei vom Innenministerium, das von möglichen Zusammenhängen zwischen den Spiegel-Brüdern und einem früheren Versicherungsbetrug in den Neunzigerjahren spricht. Gegenüber Journalisten räumte man allerdings ein, dass dieser Verdacht nicht erhärtet werden konnte.

 

 

Anti-Globalismus

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»Die Zeiten nationaler Kleinstaatlichkeit sind vorbei«, sagte der Leiter eines politikwissenschaftlichen Institutes in Wien in einem Zeitungsinterview für die österreichische »Niveau».

Klaus Kerlin

Die Gemeinschaften im Siegestaumel

»Die Zeichen der Zeit stehen auf Zusammenarbeit und Globalismus. Im Sinne einer gegenseitigen Wirtschaftshilfe soll es vor allem den Entwicklungsländern möglich sein, den Sprung aus der Armut zu schaffen. Dabei werden die Programme von den G-7-Staaten geliefert: Die Umsetzungen werden in den Weltwirtschaftsgipfeln diskutiert. Wer gegen diese Entwicklung ankämpft, ist nicht modern. Ein Mensch, der sich gegen internationale Verflechtungen stellt, wird in der Regel von deren Strukturen aufgerieben«, meinte der Wiener Professor weiter.

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Das Bild eines Killers

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Starkes Medieninteresse am Fall Felix Schwimmer. Die Bilder eines fünffachen Mörders erschüttern Deutschland. Das Bundeskriminalamt verweigert mittlerweile die Freigabe einer Fotografie.

Gerhard Mitterwald

München – Ein Foto des verhafteten Felix Schwimmer wird zum Zankapfel der Medien. Die »Rundschau« veröffentlichte gestern als erste Zeitung das Bild des Amokläufers der Fraueninsel, das den Tatverdächtigen bei einem Gespräch mit Oberst Mürten zeigt, dem Einsatzleiter des Bundeskriminalamtes (BKA). Aufsehen erregte das Bild, da der Angeklagte in fröhlich ausgelassener Stimmung zu sehen ist.

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»Linksruck« im Beruf

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Abteilungsleiter der NGN Bank of Germany rechnet mit dem Schlimmsten: »Wir warten auf das Bundeskriminalamt«. Kommt Schwimmer aus der Pornobranche?

Caspar Tischer

München – Sie sind dunkel gekleidet, die Kriminalisten mit den Gummihandschuhen. Seit Tagen stellen sie das Haus Nummer 22 auf der Fraueninsel auf den Kopf. Mit Hunden und akribischer Sorgfalt durchforsten sie das Grundstück. Jeder einzelne Quadratzentimeter des Anwesens wird fotografisch festgehalten, wie ein Mosaik. Jedes Detail kann die Wahrheit um die tragischen Vorgänge ans Licht bringen. Alles ist von Bedeutung. Ebenso wichtig: die genaue Untersuchung des ideologischen Umfeldes von Felix Schwimmer.

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Gesucht: Motive und Hintergründe

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Über 30 Beamte befassen sich in München mit den Ermittlungen gegen Felix Schwimmer. Die Herausforderung: die Suche nach einem Motiv des 36-jährigen Finanzangestellten, der gestern seine Familie und drei Freunde erschoss. Als wahrscheinlich gilt, dass Schwimmer die Tat bereits seit Wochen geplant hatte. Bei den Eltern des Täters fanden mittlerweile Haussuchungen statt.

München – Felix Schwimmer schweigt. Dennoch: Die Bemühungen der Kriminalpsychologen zeigen erste Erfolge und vermitteln ein Bild eines manisch-depressiven Täters. Oberst Mürten, Einsatzleiter des Bundeskriminalamtes, konnte den 36-jährigen Analysten bei der NGN Bank of Germany in erste Gespräche verwickeln. Man müsse das Vertrauen des Mannes gewinnen, ohne Kooperation von seiner Seite tappe man im Dunkeln, sagte Oberst Mürten gegenüber der Presse. Über den Grund, wieso das BKA in die Ermittlungen rund um das Familiendrama eingeschaltet wurde, schwieg Mürten.

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