Gesucht: Motive und Hintergründe

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Über 30 Beamte befassen sich in München mit den Ermittlungen gegen Felix Schwimmer. Die Herausforderung: die Suche nach einem Motiv des 36-jährigen Finanzangestellten, der gestern seine Familie und drei Freunde erschoss. Als wahrscheinlich gilt, dass Schwimmer die Tat bereits seit Wochen geplant hatte. Bei den Eltern des Täters fanden mittlerweile Haussuchungen statt.

München – Felix Schwimmer schweigt. Dennoch: Die Bemühungen der Kriminalpsychologen zeigen erste Erfolge und vermitteln ein Bild eines manisch-depressiven Täters. Oberst Mürten, Einsatzleiter des Bundeskriminalamtes, konnte den 36-jährigen Analysten bei der NGN Bank of Germany in erste Gespräche verwickeln. Man müsse das Vertrauen des Mannes gewinnen, ohne Kooperation von seiner Seite tappe man im Dunkeln, sagte Oberst Mürten gegenüber der Presse. Über den Grund, wieso das BKA in die Ermittlungen rund um das Familiendrama eingeschaltet wurde, schwieg Mürten.

München – Felix Schwimmer schweigt. Dennoch: Die Bemühungen der Kriminalpsychologen zeigen erste Erfolge und vermitteln ein Bild eines manisch-depressiven Täters. Oberst Mürten, Einsatzleiter des Bundeskriminalamtes, konnte den 36-jährigen Analysten bei der NGN Bank of Germany in erste Gespräche verwickeln. Man müsse das Vertrauen des Mannes gewinnen, ohne Kooperation von seiner Seite tappe man im Dunkeln, sagte Oberst Mürten gegenüber der Presse. Über den Grund, wieso das BKA in die Ermittlungen rund um das Familiendrama eingeschaltet wurde, schwieg Mürten.

Vertauschte Kleider und zwei Waffen

Die Spuren im Haus und Garten lassen auf zwei unterschiedliche Waffen schließen – beide im Besitz von Felix Schwimmer. Über die ersten Ergebnisse der Spurensicherung will man derzeit aber noch schweigen. Unklar ist, warum Schwimmer zwei Waffen verwendete. Glaubt man den ersten Vermutungen, könnte es bei einem Streit zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein, bei der Felix Schwimmer sein erstes Opfer – den 40-jährigen Mark Markiewitz – im Haus tötete. Dann, so wollen es die ersten Hinweise, soll Schwimmer das Hemd von Markiewitz angezogen und mit einer weiteren Waffe seine Familie und zwei Freunde getötet haben. Einem dieser Freunde, dem 38-jährigen Berthold Spiegel, gelang die Flucht ins Haus, wo ihn Schwimmer kurz darauf von hinten erschossen haben dürfte.

Amok oder Anschlag?

Seltsam erscheint, dass Schwimmer ersten Aussagen eines örtlichen Polizeibeamten zufolge von einem Mordanschlag auf seine Familie sprach. Nähere Details wollte der Beamte nicht verraten. Andererseits soll es im Haus des mutmaßlichen Täters einen abgeschirmten Raum geben, in dem er die Tat minutiös geplant haben soll. Auf Einzelheiten wollten die Beamten aber auch hier nicht eingehen.

Motiv: Eifersucht

Die Ermittler versuchen indes zu klären, welches Motiv den 36-jährigen Schwimmer zu dieser Tat getrieben haben könnte. Der Kriminalpsychologe Andreas Karbasing geht in seinem Täterprofil davon aus, dass ein einschneidendes Erlebnis in den vergangenen zwei Monaten stattgefunden haben muss. Dabei konzentriert man sich zurzeit auf die Kontakte der ermordeten Ehefrau, einer 35-jährigen Deutschlehrerin, zu einem Kollegen. »Eine schwelende Eifersucht könnte durch ein dramatisches Ereignis in den gestrigen Mittagsstunden zur Katastrophe geführt haben«, so Karbasing. Zusätzlich bestätigen Aussagen von Schwimmers engsten Familienangehörigen, dass das Verhalten des Tatverdächtigen in letzter Zeit »abwesend« und »auffällig zurückhaltend« gewesen sei. Aber auch hier schweigt die ermittelnde Behörde.

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